… so lautet ein Beitrag heute auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung. Parallel dazu lief gestern abend ein Beitrag in „Panorama 3“ des NDR.

Im Kommentar auf Seite 4 der SZ kritisiert die Autorin zwar die Gier von Jens Spahn nach schnellen Erfolgen, tröstet aber damit, dass das jetzt gerade verabschiedete „Digitale Versorgung Gesetz“ (DVG) ja eine Richtlinie für IT-Sicherheit in den Praxen vorsieht.

Die aber, und somit wir Ärzte und Therapeuten, bleiben auf den Haftungsrisiken sitzen, sollen nun am besten nicht nur Mediziner, sondern auch IT’ler sein, und neben Software-Firewall und Virenschutzprogramm nun auch eine Hardware-Firewall vorhalten. Das zumindest schlägt der Techniker Jens Ernst aktuell im Interview vor, der dankenswerterweise die ganze Diskussion um unsichere Telematik-Anschlüsse ins Rollen gebracht hat.

Der Komplexität der Dinge ist aber kaum einer mehr gewachsen. Wir Ärzte blicken bei diesem Aufwand nicht mehr durch, Patienten sowieso nicht. Ich glaube auch nicht, dass Spahn himself noch den Durchblick hat über den großen Aufwand (und die Kosten), der solcher Komplexität zwangsläufig folgt.

Die 4 Milliarden für die Telematik wären für den Pflegenotstand besser investiert gewesen. Einen Notstand, der die Zwangsdigitalisierung rechtfertigen würde, sehe ich nicht. Aber vielleicht sollten wir ein Zwangspraktikum von 12 Monaten in der Pflege einführen? An allererster Stelle für Gesundheitspolitiker, deren Blick nur noch von Google- oder anderen Brillen verstellt ist und nur noch den einen Gedanken zulässt: Hauptsache Digitalisierung! Leben, Leiden und Sterben ist in weiten Teilen eben immer noch analog!

Es fand sich dann auch heute noch ein Bericht im Wirtschaftsteil der SZ zur Datensammelwut des Ministers.

Im Übrigen: der nächste Fernsehbericht über „den gläsernen Patienten“ kommt nächsten Mittwoch, 20.11., in ZDF-zoom (23.15 Uhr und Mediathek), früh schon um 9.00 Uhr wird dazu in „Volle Kanne“ berichtet, wohl davor auch im „Morgenmagazin“.

Gut, wenn die Medien ihrer Aufgabe der Information nun nachkommen!

„Patientendaten meist schlecht geschützt“ …