Das Handelsblatt und daraufhin der Ärztenachrichtendienst melden heute, dass das sog. Konnektoren-Update PTV4 nicht rechtzeitig fertig werden könnte, das für die Einführung der elektronischen Patientenakte benötigt würde. Eine Alternative, ein „Clientmodul“, mit dem Teile der Funktionen des Konnektors in die lokalen Systeme der Praxen und Kliniken übertragen werden könnte, ist demnach an Sicherheitsbedenken des BSI gescheitert, wird ein Gematik-Papier wiedergegeben. Auch das PTV3-Update für den elektronischen Versand von Arztbriefen ab Juli könnte sich verzögern.

Auf aend.de hat ein Kollege gepostet, dass „einer der größten Praxis-IT-Anbieter dem Vernehmen nach für das ‚ePA-Update‘ pro Praxis über 500,- Euro kassieren will. Gerechnet auf 100.000 Praxen sind wir bei 50 Millionen Euro. Für 1 Update!

So langsam kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Projekt ePA an seiner eigenen Komplexität scheitert. Und dabei auch an zu hohen Kosten. Zu wünschen wäre es! Den Berichten zufolge hat sich das Gesundheitsministerium optimistisch gegeben. Fragen nach einer möglichen Verschiebung der Fristen hat das Ministerium demnach unbeantwortet gelassen. „Ein ranghoher Ärztevertreter entgegnet dem, dass im Ministerium ‚die Kernschmelze bevorsteht‘“, so das Handelsblatt.

Eventuelle ePA-Verzögerung – „Drohende Kernschmelze im Gesundheitsministerium“?

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