wir hier / here we are – ein Kunstprojekt auf dem Willy-Brandt-Platz 2013 in München, © Michael Lapper / büroriem

21.6.18: Die ÄrzteZeitung für Neurologen und Psychiater meldet in der Juni-Ausgabe 2018, dass die elektronische Patientenakte als „Serverakte“ angelegt werden soll, „in der – mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verschlüsselte – Kopien der Originale, die beim Arzt verbleiben, in Rechenzentren gespeichert werden, die der jeweilige Aktenanbieter innerhalb der gesicherten Telematikinfrastruktur betreiben soll. Die gematik nimmt damit Abstand vom Konzept einer dezentralen Netzwerkakte.“

Irgendwie hatte man es ja geahnt, jetzt wird es offenbar offiziell. Die Gesundheitskarte, auf der man Gesundheitsdaten ja vielleicht dezentral speichern hätte können, wird vom Bundesgesundheitsministerium bereits als „Auslaufmodell“ gesehen, so eine Meldung auf aend.de, ebenso heute. Man will vielmehr den Zugang zu den Daten über das jeweilige Smartphone ermöglichen.

Das – hier nur am Rande bemerkt – raubt den Bundesbürgern regelmäßig den Schlaf, so eine aktuelle Studie der Barmer (Meldung auf aend.de von gestern). Demnach nutzte von rund 4000 Befragten fast ein Drittel (29%) vor dem Einschlafen noch das Handy. Ein Drittel der Interviewten, die Tablet oder Smartphone mit ins Schlafzimmer nehmen würden, bleibe immer oder häufig länger wach als beabsichtigt, heißt es in der Studie. Bei Menschen ohne Elektronik im Schlafzimmer seien es nur 15 Prozent.

Also, die TI ist wirklich gesund, und raubt uns Ärzten jetzt den Schlaf, weil wir sie unbedingt anschaffen sollen, aber nicht wollen. Noch dazu sorgt sie nach ihrer Installation bei 33% befragter Ärzte für häufige Systemabstürze, so meldet aend.de ebenso heute. Jeder vierte hat demnach über Probleme bei der Installation geklagt, etwa beim Einlesen der Gesundheitskarte. Zudem würden sich die Niedergelassenen darüber ärgern, dass die Hotline des derzeit einzigen Konnektor-Anbieters, der Compugroup, nur schlecht zu erreichen sei und sich die Techniker mit dem Konnektor schlecht auskannten. Die Umfrage sei allerdings nicht repräsentativ gewesen, nur 125 von 3342 angeschriebenen Praxen hatten bei der Medi-Umfrage mitgemacht. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer seien Allgemeinärzte, 64 Prozent Fachärzte gewesen.

Zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten auf Servern – Abstürze bei TI