… und das in Fürstenfeldbruck, so die Meldung vom 16.11.2018. Ein Computervirus hatte die Systeme befallen und wohl Hunderte Computer unbrauchbar gemacht. Die SZ schreibt dazu: „Seit Donnerstag voriger Woche [also wohl schon seit 1.11.!] ist die komplette EDV der Klinik lahmgelegt.“ In der Klinik „wird nun wieder so gearbeitet wie vor der Digitalisierung: mit Patientenakten aus Papier und handgeschriebenen Arztbriefen. Der zerstörerische Virus ist vermutlich beim Online-Banking ins System der Klinik gelangt“.

An solche Meldungen hat man sich ja schon gewöhnt. Ob man aber trotzdem die Wahrscheinlichkeit für solche Meldungen durch Anschluss an die Telematikinfrastruktur erhöhen muss?

Leider können wir uns bei dieser Kritik nicht auf die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Berufsverbände verlassen. So meinte laut einem Bericht auf aend.de der Vorsitzende des Hartmannbundes Klaus Reinhardt dieser Tage: „Ob man die Digitalisierung liebt oder nicht, ist völlig egal, denn sie wird kommen“. Alle Ärzte, die „noch länger als fünf oder sechs Jahre arbeiten“, müssten sich mit neuen Möglichkeiten digitaler Angebote beschäftigen, weil sie sonst den Anschluss an Techniken verlören, mit denen Patienten wie selbstverständlich umgingen. Sie würden uns unter Umständen damit konfrontieren, wenn auf diese Techniken verzichtet wird und sie dadurch Schaden erlangen würden.

Und der NAV-Chef Heinrich meinte gar vor einer Woche, wir sollten den Kassenärztlichen Vereinigungen Teile unseres Terminmanagements überlassen. Auch wenn dies als Entschärfung der gesetzlich Planung gedacht gewesen sein mag, wonach Patienten künftig rund um die Uhr online und telefonisch über die Terminservicestellen Termine vereinbaren können sollen, fragt man sich, ob die Funktionäre überhaupt selbst noch eine Praxis führen.

Leider muss ich wie viele andere noch „länger als fünf oder sechs Jahre arbeiten“. Die Lust daran vergeht einem so langsam … .

 

 

SPIEGEL meldet: „Computervirus legt bayerische Klinik lahm“

2 Gedanken zu „SPIEGEL meldet: „Computervirus legt bayerische Klinik lahm“

  • 22. November 2018 um 19:23
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    das System der zeitraubenden Freischaltung ist nicht unbedingt ein Ausdruck von Vertrauen und sollte im Sinne des Grundrechtes der freien Meinungsäusserung aller Basisärzte überdacht werden….auch gerade wenn Anhänger gegen die TI dringend benötigt werden!!! JETZT muss s c h n e l l angepackt werden !

  • 22. November 2018 um 19:01
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    Die TI killt die ärztliche Schweigepflicht konkret durch die per SGBV Gesetz verpflichtend ins Netz gestellte ePa, welche im Netz von jedermann gehackt und nach Belieben manipuliert und durch die öffentliche Manege gezogen werden kann, wofür der Arzt auch noch als Initiator haftbar gemacht werden wird.
    Diese Quadratur des Kreises kann und darf weder gelingen noch ist diese dem verantwortlich tätigen Arzt als Anwalt seiner Patienten überhaupt zumutbar. Dies ist die Axt am ärztlichen Freiberuf incl gesetzlicher Schweigepflicht und am prioritär sicherheitsorientierten Datenschutz für die Patienten.
    JEDER freie und unabhängige Ärzteverband ist – jetzt oder nie !- aufgerufen, im Schulterschluss mit allen anderen sich gegen diesen Wahnsinn aufzulehnen und Widerstand gegen alle SGBV Systemanhänger zu leisten. Dies ist das Ende der SGBV Fahnenstange! Vereinigt euch mit allen widerstandswilligen Verbände,die diesen Namen verdienen. Kippt endlich den nur und auschliesslich dem SGBV Systemdienenden KDÖR GOLD BETON KGB!.

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